Constanz Dorniak – Die Idee hinter dem soluscafe
"Ich wollte doch nach vorne schauen!" – Diese Worte beschreiben am besten, was Constanz Dorniak antreibt. Der 66-jährige Rentner aus Dinklage gründete das soluscafe aus einer sehr persönlichen Erfahrung heraus.
Seine Geschichte
2020 verlor Constanz seine Frau Irmgard nach kurzer schwerer Krankheit. In den Monaten danach suchte er nach Austausch mit anderen Männern in ähnlicher Situation – und fand im Umkreis von 150 Kilometern nichts Passendes. Die vorhandenen Angebote fokussierten sich oft nur auf Trauer und Verlust, aber er suchte etwas anderes: einen Ort, wo Männer gemeinsam nach vorne blicken können.
Der Wendepunkt
Als ehemaliger Vertriebler machte Constanz eine wichtige Entdeckung: Gespräche mit seinen Geschäftspartnern – also mit Menschen außerhalb des engsten Kreises – halfen ihm mehr als gut gemeinte Ratschläge von Bekannten. "Es flossen auch Tränen dabei, aber die Gespräche haben mir gutgetan."
Die Vision
Daraus entstand die Idee für das soluscafe: Ein Ort, wo Männer mit der gleichen Erfahrung sich gegenseitig zuhören, sich stärken und gemeinsam nach vorne schauen können. Nicht als Trauercafé, sondern als Ort der Stärkung und des Neuanfangs.
Heute
Constanz hat sein großes Haus verkauft, reist viel und schaut optimistisch in die Zukunft. Trotzdem weiß er: "Das Schlimmste ist die Winterzeit allein zu Hause." Deshalb lädt er andere Männer ein, aktiv etwas dagegen zu tun.
"Wir wollen einander helfen, ins Leben zurückzukommen!"